| |
Aufbau der
Haut
Aufgaben der Haut
Hauttypen
Neurodermitis
Schuppenflechte
Akne
Glossar




















 |
 |
| Aufbau der
Haut |
|
Wir sind von oben bis unten darin
"eingepackt" und normalerweise fühlen wir uns in unserer Haut pudelwohl.
Die Haut ist, mit ihren ungefähr zwei Quadratmetern Fläche, das
größte Organ des Menschen. Die Oberhaut Die
Oberhaut wird auch Epidermis genannt und ist die oberste Hautschicht. Sie ist
die äußerste Grenze zur Außenwelt. Ihre Dicke ist sehr
variabel. Je nach Ort, kann sie zwischen 0,03 mm und 4 mm dick sein. Auch das
Alter und das Geschlecht haben Einfluss auf die Dicke der Oberhaut. Die
Oberhaut besitzt keine Blutgefäße. Sie wird aus den Keratinozyten
gebildet. Die Keratinozyten sind Hornzellen, die auch einen Zellkern besitzen.
Sie produzieren den Hornstoff, das Keratin. Das Keratin ist
wasserabweisend und verleiht der Haut Festigkeit. |
 |
Die
Lederhaut Die Lederhaut, oder Corium, ist eine elastische Hautschicht,
die einen hohen Anteil locker verwobenes Bindegewebe enthält. Je nach Ort,
kann sie unterschiedlich dick sein. Am Penis und an den Augenlidern ist sie nur
0,3 mm dünn, während die Hand- und Fußsohlen eine Lederhaut von
bis zu 2,4 mm Dicke aufweisen. Die Lederhaut ist in ihrem Aufbau ebenfalls in
Schichten unterteilt und zwar in - Papillenschicht (auch Zapfenschicht)
oder Stratum papillare und - Netzschicht oder Stratum
reticulare.
Die Papillen erhöhen die Reißfestigkeit der
Haut. Die Netzschicht ist gefüllt mit elastischem
Bindegewebe. Zusammen bewirkt diese Konstruktion die Festigkeit und die
Elastizität der Haut. Die Unterhaut Die Unterhaut oder
Subcutis besteht aus lockerem Bindegewebe, in das wie kleine Kissen Fettpolster
eingelagert sind. Sie dienen der Wärmeisolierung des Körpers.
Durchzogen wird das Bindegewebe von Ausläufern der festen Fasern der
Lederhaut. Diese Fasern sind direkt mit der unter der Unterhaut liegenden
Körperfaszie verbunden. So haben sie die Funktion von Haltebändern,
die die Haut mit dem darunterliegenden Gewebe verbinden. Je nachdem, wie stark
diese Haltebänder entwickelt sind, läßt sich die Haut auf ihrer
"Unterlage" verschieben, z. B. auf dem Handrücken, oder nicht verschieben,
z. B. unter der Fußsohle. |
| |
 |
| Aufgaben der
Haut |
|
Unser größtes Organ
nimmt vielfältige Aufgaben wahr. Die wichtigsten Funktionen stellen wir
Ihnen an dieser Stelle vor. Schutzfunktion Die Haut
schützt den Körper gegen Wärme, Kälte, UV-Strahlen, Druck
und Verletzungen. Ein intakter Säureschutzmantel bildet eine Schranke
gegen Bakterien, Pilze und Viren sowie in geringem Maße auch gegen
chemische Einflüsse von außen. Der Säureschutzmantel wird aus
Schweiß und Talg gebildet und liegt im Normalfall im leicht sauren
Bereich (pH-Wert um 4,5 bis 6). Nach jedem gründlichen Waschen, besonders
mit alkalischen Mitteln (Seife), wird der Säuremantel zerstört. Die
Erneuerung (Regeneration) dauert ca. 2 bis 3 Stunden. In dieser Zeit ist die
Haut empfindlicher und anfälliger für viele Haut- und
Haarprobleme. Verwenden Sie aus diesem Grunde immer Pflegemittel, die Ihren
pH-Wert optimieren und erhalten. |
 |
Speicherfunktion Das Unterhautfettgewebe dient als Nahrungsreserve,
schützt vor mechanischen Einwirkungen und speichert im begrenzten Umfang
Flüssigkeit. Sinneswahrnehmung Durch verschiedene
Sinneszellen (Rezeptoren) in der Haut erhalten wir Informationen über
Kälte, Wärme, Berührungen und Druckempfinden. Durch diese
Hautrezeptoren und ihre Verbindung zum Gehirn ist unsere Reaktion auf bestimmte
Wahrnehmungen möglich. Freie Nervenendigungen leiten Schmerzreize
weiter. Aufnahme-Organ An den Haarfollikeln entlang
können auf die Haut aufgetragene Wirkstoffe in tiefere Hautschichten oder
sogar bis in die Blutgefäße transportiert werden. Diese
Transportmöglichkeit nutzt man bei Medikamenten, die auf die Haut
aufgebracht werden, z.B. Hormon-Pflaster, Salben, Gele oder Pflaster gegen
Schmerzen, Nikotinpflaster usw. Atmungs-Organ Die Haut ist
ein wichtiger Teil unseres Atmungssystems. Etwa 1 bis 2% unserer
Sauerstoff-Aufnahme erfolgt über die Hautatmung. Der verbrauchte
Sauerstoff wird zu ca. 4 bis 5% als Kohlendioxid über die Haut
abgegeben. Ausscheidungsorgan Durch den Schweiß wird
ein großer Teil unserer körpereigenen Schlackenstoffe und
Stoffwechsel-Endprodukte über die Haut ausgeschieden. Somit
unterstützt unsere Haut die Nieren und Schleimhäute in ihrer
Reinigungs- und Entgiftungsfunktion. |
| |
 |
| Hauttypen |
|
Erst gegen Ende der Pubertät prägen diese
sich vollständig aus, da sie hormonell gesteuert werden. Fast jeder
Erwachsene neigt zu einem der drei Hauttypen. Wie schon erwähnt ist die
normale Hauttyp" eher ein Idealtyp, der nur selten zu finden ist.
Fettige Haut (sebborrhoische Haut, Seborrhoea oleosa) Etwa 50%
der Gesamtbevölkerung haben eine fettige Haut durch eine
Überproduktion der Talgdrüsen. Dieser Hauttyp wird häufig von
stärkerer Schweißproduktion und Hautunreinheiten (Pickel, Mitesser)
begleitet. Die Haut weist eine feucht, dick grobporig und glänzende
Oberfläche auf.
Trockene Haut (sebostatische Haut,
Sebostase) Etwa 30% der Gesamtbevölkerung weisen eine trockene, zu
fettarme Haut auf. Grund hierfür ist die verminderte Talgproduktion. Die
Hautoberfläche ist feinporig, glanzlos matt, spröde, Poren sind kaum
sichtbar, die Oberfläche wirkt dünn und oft gespannt, sie reißt
leicht ein, ist manchmal schuppig und fühlt sich rauh an. Die Haut
vermittelt oft ein Spannungsgefühl.
Mischhaut, trocken-fettige
Haut (Seborrhoea sicca) Etwa 20% der Gesamtbevölkerung neigen zu
einer trocken-fettige Haut. Die Gesichtsmitte (Nase, Kinn) und Stirn ist fettig
(T-Zone), die Wangen sind trocken und gelegentlich treten Pickel und Mitesser
auf. Grund hierfür ist eine unterschiedliche Talgproduktion je nach
Hautareal. Der Körpestamm weist eine sehr fettige Haut auf, während
die Haut der Extremitäten eher trocken ist (besonders an Fersen,
Ellenbogen, Knöchel, Fußgelenk).
5.3 Bestimmung des
Hauttyps Eine genaue Hauttypbestimmung kann nur mit einer Fett- und
Feuchtigkeitsmessung vorgenommen werden. Mit dieser Methode läßt
sich jedoch kein immergültiger Hauttyp festlegen. Der Hauttyp ändert
sich nicht nur nach dem Lebensalter (je älter, desto trockener), sondern
auch mit den Jahres- und Tageszeiten. Ebenfalls eine Rolle spielen der
Aufenthaltsort (bei hoher Luftfeuchtigkeit fühlt sich die Haut
geschmeidiger an als in Trockenzonen) und die körperliche Verfassung.
Einflüsse wie psychische Probleme, Rauchen, übermäßiges
Trinken und falsche Ernährung tragen ebenfalls zur Beeinflussung des
Hautzustandes bei. Um den Hauttyp grob zu bestimmen, kann ein einfacher
Schnelltest angewandt werden: 2 Stunden nach dem Waschen wird ein blank
polierter Spiegel gegen Stirn oder Wangen gedrückt. Der Abdruck wird
anschließend beurteilt: |
|
Hauttyp:
|
Spiegelabdruck:
|
|
Fettig |
Fettfleck |
|
Trocken |
Keine anhaltenden
Fettspuren |
|
Mischhaut |
An der Stirn anhaltende
Fettspuren |
|
|
| |
 |
| Neurodermitis |
|
Krankheitsbild - Ursachen - Behandlungssäulen
- Praxis-Tipps Krankheitsbild Die Neurodermitis
gehört zur Gruppe der Ekzeme. Andere Bezeichnungen sind Lichen chronicus
Vidal, konstitutionelles Ekzem, Atopic-Dermatitis oder Prurigo-Ekzem Vidal.
Gekennzeichnet ist die Krankheit durch starken Juckreiz und glatte gelb bis
rotbraun gefärbte Knötchen. Bei Säuglngen tritt es in Form von
Milchschorf auf, später vor allem an Ellenbeugen, Kniekehlen, Hals und
Kopf. |
 |
Ursachen Die Ursachen sind mannigfaltig.
Grundsätzlich ist die Neurodermitis-Allergie eine Überreaktion auf
bestimmte Stoffe. Physikalische Reize wie Druck, Kälte, Wärme,
entfettende Reinigungsmittel, Stoffe und Staub kommen ebenso in Betracht wie
chemisch-toxische Reize durch Haushaltschemikalien oder Lebensmittel.
Streß und große körperliche Anstrengungen können die
Widerstandskraft reduzieren und dadurch eine bestehende Neurodermitis
verschlimmern. Familiäre Häufungen dieser Erkrankung sind so oft
anzutreffen, daß eine genetische Mitursache naheliegt. |
 |
Behandlungssäulen Die wichtigste
Maßnahme besteht im Auffinden der Ursache und ihrer Beseitigung. Ist die
genaue Ursache nicht bekannt, muß sie evtl im Wege der negativen
Selektion ermittelt werden. Medikamente müssen vorsichtig dosiert werden,
andernfalls droht die Gefahr der Überbehandlung, wodurch die Krankheit
gestreut oder verschlimmmert werden kann. Antihistaminika wie Fenistil haben
sich bei der systemischen Behandlung bewährt. UVA-Therapie kann helfen,
ist jedoch hinsichtlich ihrer Langzeit-Toxizität und des Erhaltungsbedarfs
mit Einschränkungen zu betrachten. Da unter psychischer Belastung oftmals
eine Verschlechterung eintritt, kann das Erlernen und Praktizieren von
Entspannungstechniken hilfreich sein. |
Praxis-Tipps Im akuten
Stadium und bei Formen mit starkem Nässen sind feuchte Umschläge mit
abgekochtem Wasser oder physiologischer Kochsalzlösung nützlich
(feucht, nicht naß!). Haus und Wohnung müssen möglichst
staubfrei gehalten werden. Tragen Sie Baumwolle auf der Haut. Meiden Sie den
Umgang mit Haustieren, bis diese klar als "unverdächtig" identifiziert
sind. Parfums sollten nicht verwendet werden. Überhaupt ist Vorsicht im
Umgang mit Kosmetika angeraten. Stark mineralienhaltige Produkte mit den Salzen
des Toten Meeres werden nicht nur am besten vertragen, sondern bessern Symptome
manchmal in überraschender Weise. Wenn es Ihnen möglich ist,
verbringen Sie nach Rücksprache mit dem Arzt einen Badeurlaub am Toten
Meer; das mineralhaltigste Wasser der Welt hat oftmals wundersame Wirkung.
|
 |
| |
 |
| Schuppenflechte |
|
Krankheitsbild - Ursachen -
Behandlungssäulen - Praxis-Tipps Krankheitsbild Die
Schuppenflechte (Psoriasis) tritt in zahlreichen Formen und Ausprägungen
auf. Grobe Unterscheidungen sind: a) Psoriasis vulgaris:
scheibenförmige Herde, mit silbergrauer Schuppung bedeckt,
entzündlich gerötet. b) Psoriasis
inversa: Stärker entzündete Herde, vorwiegend im Beugebereich
anzutreffen c) Psoriasis arthropathica: Verbindung
mit rheumatoiden Gelenkerkrankungen d) Psoriasis pustulosa, Typ Barber:
Eiterungen an Fingern und Zehen e) Psoriasis pustulosa, Typ Zumbusch:
Eiterungen auch an allen anderen Körperteilen Die Schuppenflechte
verläuft in Schüben oder auch chronisch, evtl mit wechselnder
Lokalisation und Ausdehnung. Die Krankheit ist nicht heilbar; man muß
lernen, mit ihr zu leben. |

 |
Ursachen
Funktionell ist die Psoriasis eine enorm beschleunigte Zellteilung der Haut,
durch die es zu einer vermehrten Schuppenbildung kommt. Weil die
Hautoberfläche nur schlecht verhornt, treten leicht Verletzungen und
Blutungen auf. Die Ursachen dieses Phänomens sind unklar. Die
familiäre Häufung des Auftretens spricht für eine genetische
Disposition. Auslösende Bedingungen können sein: klimatische,
mechanische, chemische oder thermische Einflüsse, aber auch psychische
Belastungen, Schwangerschaft u.a. Oftmals sind Infekte der
Auslöser. |
Behandlungssäulen Neben Salben und
Medikamenten kommen vor allem physiotherapeutische Maßnahmen in Betracht.
Phototherapie bringt oftmals Erleichterung. Wichtig ist die Stärkung der
Abwehrkräfte. UVB-Bestrahlung leistet durch ihre Vitamin D3-Synthese einen
wichtigen Beitrag dazu. Wichtig: Entsprechend der Vielfalt möglicher
Symptome gibt es auch eine Vielzahl möglicher Behandlungsmethoden. Was bei
einem Betroffenen wirkt, mag bei einem anderen wirkungslos bleiben. In vielen
Fällen verliert eine bewährte Behandlungsmethode nach einiger Zeit
ihre Wirkung. Da die Haut sehr trocken ist, muß durch Cremes
Feuchtigkeit zugeführt und erhalten werden. |
Praxis-Tipps
Alltagsstreß kann eine Schuppenflechte verstärken. Das Erlernen und
Praktizieren von Entspannungstechniken ist daher nützlich.
Überprüfen Sie, ob Haustiere, Hausstaub oder Nahrungsmittel wie
Milchprodukte, Weizen, Zucker oder Hühnereier als Auslöser in Frage
kommen. Stellen Sie eine gute Versorgung speziell mit den Vitaminen A, B6, C, D
und E sicher. Ähnlich wie bei der Neurodermitis, ist auch bei der
Schuppenflechte Vorsicht im Umgang mit Kosmetika angeraten. Stark
mineralienhaltige Produkte mit den Salzen des Toten Meeres werden nach unseren
Erfahrungen am besten vertragen und bewirken manchmal spontane Besserung.
Ein Badeurlaub am Toten Meer ist sehr empfehlenswert. |
 |
| |
 |
| Akne |
|
Die Akne ist in den Industrienationen die
häufigste Hauterkrankung überhaupt. Fast jeder Mensch dort hat schon
darunter gelitten. Sie beginnt mit der Pubertät und klingt mit dem dritten
Lebensjahrzehnt meist wieder ab. Meist sind Jungen stärker davon betroffen
als Mädchen. Man unterscheidet drei Erscheinungsformen der Erkrankung, die
auch nebeneinander bestehen: die nicht entzündlichen
Primäreffloreszenzen, die sekundär entzündlichen Effloreszenzen
und die tertiär nicht mehr entzündlichen
Effloreszenzen.
Zunächst entstehen die Mitesser (Komedo). Durch
verstärkte Hornbildung werden die Ausführungsgänge der
Talgdrüsen erweitert (geschlossener Komedo) und die Haut kugelig
aufgeworfen. Unter Druck wird der Inhalt entleert. Durch die Hornzellen
entsteht ein Pfropf, der durch eingelagertes Melanin einen schwarzen Punkt hat.
Dazwischen befinden sich Talg, Haarschäfte, Propionbakterien und
Staphylokokken. Die Talgdrüsen dagegen verkümmern langsam.
Schließlich kommt es durch die Bakterien zur Entzündung. Es bilden
sich eitergefüllte Bläschen, so genannte Pusteln.
Die
Haarschäfte verursachen durch Fremdkörperreaktion schmerzende Knoten.
Bei ausgedehnter Entzündung sind sogar Abszesse möglich. Man spricht
von sekundären entzündlichen Effloreszenzen. Durch Manipulation an
der entzündeten Haut und nach dem Abheilen der Knoten können Narben
zurückbleiben. Bei entsprechender Disposition kann das Narbengewebe
überschießend wachsen und zu einer erheblichen Verdickung der Haut
führen (Keloide). Es handelt sich um tertiäre nicht entzündliche
Effloreszenzen. Besonders betroffen sind das Gesicht, der Hals mit
Dekolleté, die Oberarme und der Rücken. Je nachdem welche
Effloreszenz überwiegt, unterscheidet man die Acne comedonica, die Acne
papulopustolosa und die Acne conglobata. Letztere stellt die schwerste Form
dar. Durch die schwere Entzündung und Narbenbildung ist sie besonders
psychisch belastend. |


 |
| |
 |
| Glossar |
|
Abszeß Eiteransammlung in einer nicht vorgebildeten,
sondern durch krankhafte Vorgänge (meist bakterielle Infektionen)
entstandenen, allseitig abgeschlossenen Höhle des
Gewebes.
Akne aestivalis auch Mallorca-Akne genannt,
tritt nur im Frühjahr und Sommer in der Regel bei Frauen zwischen dem 25.
u. 40. LJ. auf, heilt nach einigen Monaten spontan.
Akne
comedonica Sie ist meist das Frühstadium einer Akne zu
Beginn der Pubertät und fast ausschließlich auf Gesicht, Stirn, Nase
oder Wange anzutreffen. Es finden sich praktisch nur geschlossene und offene
Komedomen.
Akne conglobata Schwerste Form der
Akne mit Riesenkomedonen, Abszessen und starken Vernarbungen.
Akne cosmetica Feuchtigkeits-, Gesichts-, Nacht- und
Sonnenschutzcremes können bei Disponierten nach langzeitiger,
täglicher Anwendung zur Akne führen. Akne excoriee
des jeunes filles Durch zwanghaftes, dauerndes Zerquetschen von
echten und vermeintlichen Pickeln und Mitessern mit den Nägeln entstehen
insbesondere bei jungen Mädchen krustenbedeckte Erosionen und pigmentierte
Narben.
Akne fulminans Seltene, schwere Akneform
bei männlichen Jugendlichen mit großen Eiterpickeln, Geschwüren
und Krusten; kann plötzlich mit Fieber beginnen. Akne
infantum Seltene, ab dem 3. Lebensmonat auftretende Akneform bei
Kleinkindern und Säuglingen. Akne neonatorum
Komedomen in den ersten 2 Lebensmonaten, Spontanheilung in wenigen Monaten
Akne vulgaris "Gewöhnliche" Akne, die durch eine
verstärkte Verhornung und Verstopfung der Talgdrüsen entsteht.
Der angesammelte Talg kann nicht mehr abfließen, Bakterien wandern
ein und führen zu einer Entzündung. Es entstehen Pickel.
Akneknoten Ist der Ausführungsgang der
Talgdrüse durch einen Horn-Talg-Pfropf verstopft, wird der permanent
produzierte Talg angesammelt. Die Talgdrüse schwillt an, wird dick, hart
und gespannt. Es entsteht eine Papel.
Allergien
Dermatologen unterscheiden zwischen einer Allergie und der sogenannten
Intoleranzreaktion.. Bei einer Allergie reagiert das Immunssystem auf ein
bestimmtes Allergen (z.B. Nickel oder formaldehyd). Die Intoleranzraktion
hingegen erfolgt aufgrund eines auf die Haut stärker wirkenden Reizes.
Androgene Männliche Keimdrüsenhormone, die
die Talgdrüsenproduktion der Haut steuern.
Antibiotika Pflanzliche oder synthetische Wirkstoffe,
die Bakterien hemmen oder abtöten können. Antibiotika können
äußerlich als Salbe oder Creme auf die Haut aufgetragen werden oder
als Tablette geschluckt werden.
Ausschlag
Rötliche Flecken, die sich auf der Haut bilden, bezeichnet man im
allgemeinen als Ausschlag (Exanthem). Sie können auf einer kleinen,
begrenzten Fläche, auf mehreren Stellen oder über den ganzen
Körper verteilt auftreten.
Bakterien
Einzellige Kleinlebewesen, von denen einige für den Menschen nützlich
und notwendig sind, andere aber Krankheiten auslösen können.
Cellulite Cellulite (Orangenhaut) ist die Bezeichnung
für eine Bindegewebsschwäche, die sich in unschönen Dellen und
Wellen zeigt. Meistens ist die Orangenhaut zuerst an den Oberschenkeln
sichtbar, sie kann jedoch auch auf Bauch, Gesäß und Oberarme
übergehen.
Chlorakne schmerzhafte, schwer
heilende Hauterkrankung mit akneartigen Hyperkeratosen im Gesicht und an freien
Hautstellen, entsteht durch unkontrollierten Kontakt der Haut mit chlorhaltigen
Chemikalien.
Depigmentierung Durch Entfernung
oder Verlust der Hautfärbung (Pigmente) entstehen helle Flecken auf der
Haut. Dermabrasion Abschleifen der Haut entweder
mit Glas- oder Sandpapier oder mit hochtourigen Schleifgeräten zur
Behandlung der Aknenarben. Effloreszenzen
Unterschiedliche Formen krankhafter Hautveränderungen, z.B. Fleck,
Bläschen, Quaddel, Geschwür u.s.w.
Emulgatoren sorgen dafür, daß Fett und Wasser
dauerhaft fein vermengt bleiben. Emulsion Feinste
Verteilung zweier nicht ineinander löslicher Flüssigkeiten wie z.B.
Öl und Wasser. Erythem Hautrötung
infolge einer Erweiterung der Blutgefäße; es verschwindet unter
Druck. Fettige Haut Fettige Haut entsteht durch
vermehrte Talgproduktion. Die Hornschicht fettiger Haut ist relativ dick.
Dadurch wirkt die Haut oft schlecht durchblutetet, blaß und fahl. Die
Haut glänzt und neigt zu großen Poren, Mitessern und Pickeln.
Fettige Haut haben vor allem jüngere Menschen, oft im Rahmen einer
Akne. Fistel Röhrenförmiger Gang, der
von einem krankhaft bedingten Hohlraum ausgeht und an der
Körperoberfläche ausmündet oder nur im Körperinneren
verläuft.
Follikel Schlauchförmiges mit
Deckgewebe ausgekleidetes Bläschen z.B. Haarfollikel, Eifollikel.
Hormone Signalstoffe, die im Körper
Informationen übermitteln und biochemische Reaktionen steuern. Bestimmte
Hormone können die Talgabsonderung unterdrücken.
Immunsystem Körpereigenes Abwehrsystem zum
Schutz vor Infektionen und Krankheiten. INCI
Abkürzung für International
Nomenclature for Cosmetic
Ingredients = Internationales namensverzeichnis für
kosmetische Inhaltsstoffe (fürher CTFA-Namen).
Irritation Lateinische Bezeichnung für
Reizung. Isotretinoin Eine mit der Vitamin
A-Säure verwandte Substanz zur innerlichen Behandlung schwerer Akneformen.
Bei Frauen im gebärfähigem Alter sollte es nicht eingesetzt werden,
da es zu schweren fetalen Mißbildungen führen kann.
Keloide Derbe, bindegewebige, strangförmige
Wulstnarben, die nach Verbrennungen, Verätzungen u.a. schweren
Hautverletzungen entstehen können. Komedonen
Verstopfte Talgdrüsen, Mitesser. Lotion
Mischung von Wasser mit sehr wenig Öl. Solche Öl-in-Wasser-Emulsionen
dienen als Hautpflegemilch. Mallorca-Akne Akne
aestivalis Melanin Dunkle, stickstoffhaltige
Farbstoffe (Pigmente) auf die die Färbung der Haut, der Haare und der Iris
zurückzuführen ist. Minocyclin
Innerlich anzuwendendes Tetracyclin-Antibiotikum, welches neben der
antibakteriellen auch eine antientzündliche Wirkung zeigt. Anwendung bei
schweren Akneformen. Mischhaut Meist sind Stirn,
Nase und Kinn fettig, die Wangenpartie eher trocken
Ölakne Häufigste Form der berufsbedingten
Akneform, die durch ständigen Kontakt der Haut mit Schmierölen, Pech-
und Teerprodukten im Berufsleben (Automechaniker, Asphaltarbeiter) verursacht
wird. Papel Erbsengroßes Knötchen
(Akneknoten ). Paraffinum Liquidum Mischung
flüssiger, langkettiger, gesättigter Kohlenwasserstoffe.
Peeling Abrubbeln und Entfernen der obersten
Hautschichten mit chemischen Mitteln oder UV-Bestrahlung.
phototoxische Substanzen Pflanzliche oder
synthetische Stoffe, die die Haut extrem lichtempfindlich machen.
pH-Wert Meßzahl oder Meßwert für die
Stärke von Sären oder Basen. Die Skala ist von 1 bis 14 eingeteilt,
wobei 1,0 als sehr stark sauer, 7,0 als neutral und 14,0 als sehr stark basisch
(alkalisch) gilt. Poren Ausführungsgang der
Talgdrüsen in die Haut. Prädilektionsstellen
Von einem Krankheitsprozeß bevorzugte Körperstelle; bei der
Akne vor allem das Gesicht und die obere Rumpfregion.
Propionibacterium acnes Lateinischer Name der Akne
verusachenden Bakterien, die auf der Haut und in den Talgdrüsen vorkommen.
Kann der Talg nicht aus den Talgdrüsen abfließen, können sich
die Bakterien extrem vermehren. Eine Entzündung folgt; ein Pickel
entsteht. Pustel Mit Eiter gefülltes
Bläschen; Eiterpickel. Rosazea
Entzündliche Hauterkrankung des Gesichtes, Beginn meist im 5.
Lebensjahrzehnt, diese ist gekennzeichnet durch Hautrötung, Papeln und
Pusteln. Sitz: Stirn, Wangen, Nase, Kinn. Salbe
Streichfähige Arzneizubereitung aus Wasser in viel Öl oder Fett. Ein
Emulgator sorgt dafür, daß sich die feinen Tröpfchen aus Wasser
und Öl nicht entmischen. Säureschutzmantel
Die durch Absonderung der Hautdrüsen (insbesondere Schweiß) auf
der Haut gebildete natürliche, schwachsauere Schicht (pH 4-7), die vor
Krankheitserregern und alkalischen Substanzen schützt.
Schälmittel Mittel (Peeling, Benzoylperoxid,
Vitamin A-Säure), die äußerlich gegen Akne eingesetzt werden.
Sie bewirken eine Ablösung der äußeren Hornschichten der
Haut. Seborrhoe Fettige Haut infolge vermehrter
Talgabsonderung. Sebum Lateinische Bezeichnung
für Talg. Sensibilisierung Erzeugung einer
Immunantwort, Allergisierung. Seveso-Akne Schwere
Form der Akne, ausgelöst durch giftige, chlorierte Substanzen
(Dioxine). Sonnenallergie Im Zusammenhang mit den
veränderten Umweltbedingungen erleben wir heute immer deutlicher die
Schattenseiten der Sonne. Eine erhöhte Sensibilität, sonnenbedingte
Hautreaktionen und Sonnenallergien (z. B. Mallorca-Akne) treten vermehrt auf.
Viele Menschen haben erkannt, dass sie sich durch ein besonders sonnenbewusstes
Verhalten und bessere Sonnenschutz-maßnahmen vor Sonnenallergien und
schäden schützen können. Steroid-Akne
Akneform die durch langdauernde - auch niedrig dosierte - Anwendung von
Kortisonpräparaten auftreten kann. Strahlen-Akne
Nach Röntgenbestrahlung der Haut, insbesondere mit höheren Dosen
auftretende Akneform mit zahlreichen offenen und geschlossenen Komedonen.
Symptom Wahrnehmbare Auswirkung. Anzeichen einer
Erkrankung. Syndet Reinigungsmittel ohne die
reizenden Eigenschaften von Seifen. Talgdrüse
Drüse in der Haut, die den Talg produziert und über einen
Ausführungsgang an die Oberfläche leitet. Der Talg (Hautfett) bewahrt
die Haut vor Austrocknung. Übermäßige Talgproduktion
fördert die Entstehung einer Akne. Terminalhaare
Haare des Kopfes, des Bartes, der Achselhaut, der Schamgegend und der
Brust. Testosteron Männliches Sexualhormon,
das bei Männern und Frauen in einem bestimmten Verhältnis vorhanden
ist. Zuviel Testosteron erhöht die Talgproduktion und somit die
Aknegefahr. Tetracycline Antibiotika mit einem
breiten Wirkungsspektrum, werden bei Akne in Form von Salben eingesetzt, bei
schweren Akneformen auch als Kapseln zur Einnahme.
Triglyceride Neutralfette, gebildet aus Glycerin und
Fettsäuren. Hauptbestandteil des Talges. Trockene
Fetthaut Sie ist eine Sonderform der fettigen Haut. Die trockene
Fetthaut produziert sehr viel Talg, der aber aufgrund einer
Verhornungsstörung der Haut nicht ausreichend abfließen kann. Dieser
Hauttyp neigt zu Mitessern und Talgpfröpfchen unter der
Hautoberfläche. Die Haut wirkt spröde und manchmal sogar
schuppig. Trockene Haut Trockene Haut ist der am
häufigsten anzutreffende Hauttyp. Sie ist matt bis stumpf und spannt
leicht, vor allem nach dem Waschen. Oft schuppt sie und wirkt spröde.
Treten diese Merkmale verstärkt auf, so deutet dies auf ein Ekzem hin.
Fältchen tauchen besonders früh auf, da mit zunehmendem Alter die
Talgdrüsen ihre ohnehin schon geringe Talgproduktion noch weiter
reduzieren. Vorteil: Richtig gepflegt erscheint die Haut seidig, matt und
feinporig. Urea (Harnstoff) Bestandteil des
natürlichen Feuchtigkeitsfaktors NMF. Wird in der Kosmetik als Wirkstoff
in Feuchtigkeitscremes verwendet und zeigt einen wundheilenden Effekt.
UV-Licht Ultraviolettes Licht. Unsichtbarer
Bestandteil des Sonnenlichtes, der je nach Intensität und Dauer eine
Hautbräunung aber auch Sonnenbrand verursachen kann. Unter Einwirkung von
UV-Strahlen kommt es oft zu einer Besserung der Akne, da diese antibakteriell
wirken. |
| |
 |
|
|
|